Manso-Algajola

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  • By: lenel

13.06.2017 Manso-Algajola
Ich kriege noch einmal Haferflocken zum Frühstück und fahre dann von Manso Richtung Galeria. Auf der Hauptstrasse biege ich aber Richtung Calvi ein. Die Fahrt dorthin entlang der Meeresküste auf einer unglaublich holprigen, nur noch aus Flicken bestehenden Strasse ist wunderschön. Immer wieder hat man Aussicht auf das tiefblaue Meer tief unter einem. In Calvi halte ich erst beim Denkmal für die 400 Todesopfer des hier 1918 torpedierten Dampfers „Balkan“. Hier hat man auch eine gute Aussicht auf den Point de la Revellata mit dem Leuchtturm. Dann fahre ich nach Calvi hinein und besuche – trotz meiner schweren Motorradkleidung – die Zitadelle. Von hier aus hat man eine gute Aussicht auf Calvi. Drinnen besuche ich die Cathedrale St. Jean Baptiste und das Oratoire St. Antoine. An der Mauer der Zitadelle befindet sich ein Kolumbus-Denkmal, da die Korsen behaupten, dass Kolumbus hier geboren worden sei. Beim Super-U kaufe ich einige Esswaren ein, muss dann aber doch noch ein paar Fotos vom Hafen auf die Zitadelle machen. Nun fahre ich in direktem Wege zur 10km entfernten Residence San Damiano in Algajola. Dort kann ich gleich in meinem Zimmer einchecken. So kann ich dort sogar noch mein Mittagessen einnehmen. Dann fahre ich nach Lumiu, ein historisches Dörfchen, wie an den steilen Küstenhang geklebt. Mein nächstes Ziel heisst L'Ile Rousse, ein Städtchen, das vom korsischen Freiheitshelden Pascal Paoli als korsisches Gegenstück zur Genuesenstadt Calvi gegründet wurde. Ich stelle den Scooter auf die Place Paoli, wo sich auch ein grosses Paoli-Denkmal befindet. Der Marché Couvert (1880er Jahre) gleicht einem griechischen Tempel. Ich laufe die touristische Rue Notre Dame bis zur Mairie hinunter, die Rue Paoli hinauf, die Rue de Nuit hinunter und die Rue Napoleon wieder hinauf. Dann besuche ich an der Place Paoli die Eglise de l'Immaculee Conception. Ich laufe hinunter zur Touristeninformation, wo man mir eine Karte und herzlich wenig Information abgibt. So laufe ich nochmals durch die Rue Notre Dame hinunter, diesmal zum Monument aux Morts und den kläglichen Resten der Stadtmauer, von der nur eine einzige Ecke gebaut wurde, bevor Korsika an die Franzosen ging und diese das Projekt stoppten. Zum Schluss besuche ich noch die dreieckige Place Santelli und die Place 1e DFL, vor der die nur rund hundert Jahre alte, aber mit eigenartigen Jugendstilfresken ausgemalte Eglise de la Misericorde steht. Mit dem Scooter fahre ich bis zum Hafen. Dort muss ich ihn parkieren und laufe erst zum Genuesischen Turm, danach zum Leuchtturm Phare de la Pietra. Nun möchte ich noch etwas mehr die Gegend erkunden und fahre nach Monticello, das hoch oben auf einem Berg liegt. Daneben, ebenfalls auf einem Berg, liegt Santa Reparata di Balagna, dessen zwei Kirchen auf einer Linie gebaut wurden, die eine vor die andere. Ich fahre weiter und gelange nach Avapessa und Montemaggiore, das zu Montegrosse gehört. Doch nun muss ich wieder Richtung Calvi abbiegen, wenn ich heute noch bei Tageslicht heimkommen möchte. So fahre ich noch rund 17km weit, bis ich wieder in meiner Unterkunft in Algajola bin. Leider ist meine neue Lumix GM1 kaputtgegangen. Beim Objektiv hat sich infolge der Hitze der Kleber gelöst, so dass man es nicht mehr ein- und ausfahren kann. Ich mache einen Versuch, es zu reparieren, indem ich es einfach in den Tiefkühler lege. Vielleicht härtet der Leim wieder etwas aus.