Olbia-Golfo Aranci-Livorno-Pisa

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  • By: lenel

03.07.2017 Olbia-Golfo Aranci-Livorno-Pisa
Früh am Morgen mache ich mich bereit. Ich fahre nach Golfo Aranci, wo ich noch eine Ehrenrunde drehen muss, weil ich den Wegweisern „Imbarco“ folge, und die weisen im Kreis herum. Die Ueberfahrt ist ereignislos. Das Meer ist ruhig, ich lese „Memoires d’un Tricheur“ von Sacha Guitry fertig, sortiere Bilder und löse Kreuzworträtsel. Wir kommen pünktlich in Livorno an, ich muss aber lange warten, bis alle Wohnmobile im vorderen Teil gewendet haben und ausgefahren sind. Das Navigationssystem lässt mich einmal mehr im Stich. Es funktioniert seit dem letzten Update nicht mehr richtig, kann keine Turn-by-Turn-Navigation mehr machen und schon gar keine Anweisungen mehr geben. Nur noch die Route berechnen und die Position auf der Karte darstellen kann es. So wird die Fahrt nach Pisa nervig. Schliesslich will es mich noch quer durch die Fussgängerzone schicken. Mit grossem Umweg erreiche ich so meine Unterkunft, das „Hostel Pisa Tower“, das wirklich direkt hinter dem schiefen Turm von Pisa liegt. Ich kaufe ein extrem teures Billett für den Aufstieg im Turm und gehe einkaufen. Als ich das Besteck für mein Abendessen suche, merke ich, dass ich das Reisebesteck in Olbia liegenlassen habe. Ein grosser Verlust, denn es ist schwierig, wiederzubeschaffen. Um 19:30 Uhr laufe ich zurück zum Turm, doch werde ich wegen meinem Geldtäschchen zu den Schliessfächern geschickt. Nicht einmal das darf man nach oben nehmen. Immerhin, die Kamera darf ich mitnehmen. Die Wendeltreppe ist aus stark abgenütztem Marmor. Oben habe ich wohl die bestmögliche Tageszeit. Es ist nicht mehr so heiss und die Stadt liegt im goldenen Abendlicht. Wie schief der Turm ist, merkt man zum Einen am Pendel, das in oben in der Mitte des Turmes befestigt ist und unten an der Wand ankommt; zum anderen an den Glocken, die auf der einen Seite versetzt wurden, damit die Schwengel wieder in der Mitte hängen. Auch wenn man sich auf der nach aussen lehnenden Seite auf die Stufen setzt, hat man das Gefühl, dass man wegrutschen müsse. Ich laufe noch etwas durch die Stadt, kaufe ein paar Souvenir-Türme und kehre dann ins Hostel zurück. Da es heute wenig Tagebuch zu schreiben gibt, kann ich vielleicht einmal etwas früher ins Bett gehen.