Figino-Thal

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  • By: lenel

08.07.2017 Figino-Thal
Ich labe mich am Frühstücksbuffet der Jugendherberge Figino. Bei bedecktem Himmel fahre ich auf der Autobahn sehr zügig Richtung Gotthardpass. In Quinto verlasse ich die Autobahn, tanke nach und fahre auf die alte Gotthardpassstrasse. Glücklicherweise, denn ich sehe, dass es kilometerlange Staus auf der Autobahn hat wegen einer Baustelle mit Lichtsignal. Das Wetter wird nun richtig schön. Ich fahre bergan. Ein Teil der alten Strasse darf nicht mehr befahren werden, so muss man kurz vor dem Pass auf die neue Strasse fahren. Beim Hospiz halte ich kurz. Den Besuch der Festung Sasso Gotthard mit Sonderausstellungen „Energie Gotthard“ und „Bergkristalle“ mache ich wegen dem hohen Eintrittsgeld und dem grossen Zeitaufwand nicht. Vielleicht ein andermal, wenn ich auch die Zeit habe, den vollen Nutzen davon zu ziehen. Die Fahrt den Gotthard hinunter wird immer wieder von Lichtsignalen unterbrochen, wegen Bauarbeiten. An einer Stelle wird gerade eine historisch korrekte Kutsche der ehemaligen Gotthardpost bereit gemacht. Bei der Teufelsbrücke gibt es wieder ein Lichtsignal mit viertelstündiger Wartezeit. Ich stelle den Scooter ab und laufe zur Teufelsbrücke und zum Russendenkmal (General Suworov), mache meine Fotos und steige wieder auf den Scooter, kann sogar wieder meinen alten Platz in der Kolonne einnehmen. Unten fahre ich wieder auf die Autobahn, bis zur Ausfahrt Klausenpass. Dann fahre ich den Klausenpass hoch, deutlich langsamer als mit der Vergaser-Innova, halte kurz beim Hospiz und auf der Passhöhe. Im Urnerboden halte ich bei der Käserei und kaufe ein Käsli. Danach fahre ich nach Netstal, wo ich meinen Studienkollegen Andi treffe. Wir fahren mit getrennten Fahrzeugen nach Weesen, wo seine Freundin Brenda arbeitet, und er lädt mich zu einem Imbiss ein. Um halb sechs Uhr verabschiede ich mich und fahre über den Ricken und die Wasserfluh nach St. Gallen, von dort aus auf der Autobahn nach Thal. Das erste Mal, wo mein neuer Scooter 120 km/h zustande bringt. In Thal muss ich erst das Hüsli in Betrieb nehmen. Der Nachbar hat mir netterweise meinen Rasen gemäht. Schlecht steht es um meinen Kühlschrank, denn er will nicht mehr anspringen. So baue ich ihn aus und sobald er etwas schräg steht, startet er wieder. Diesen Trick habe ich schon mal anwenden müssen. Ich baue ihn wieder ein und lasse ihn laufen. Als ich bei Zingerlis vorbeischaue, schicken sie mich zur Forsthütte, heute finde gerade der Forsthüttenhöck der Männerriege statt. Erst will ich mit dem Velo hinfahren, doch eine dunkle Gewitterwolke lässt mich umkehren. Ich hole das Regenzeug und den Scooter und fahre hinauf, doch regnet es bereits, als ich ankomme. Lorenz spielt auf dem Hackbrett und erzählt Appenzeller Witze, Christian ist der Bratmeister. Wir haben einen lustigen Höck und ich komme doch noch zu einem Abendessen, während über uns ein heftiger Gewitterregen niedergeht. Es ist fast Mitternacht, als ich nach Hause komme.