27.08.2017 Thal to Mojstrana/Slowenien

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  • By: lenel

Heute morgen wollte ich um vier Uhr früh aufstehen. Doch gestern konnte ich kaum einschlafen und so muss ich den Wecker im Halbschlaf abgestellt haben. Als ich um 5:20 Uhr erwache, muss ich mich sputen. Um sechs Uhr fahre ich los. Es ist nun kühl geworden. Auf der Autobahn fahre ich nach Diepoldsau, dann nach Hohenems, von wo aus es auf die Arlberg-Autobahn geht. Der Arlbergtunnel ist wie erwartet geschlossen. In Klösterle kurz vor dem Arlbergpass tanke ich nach. Ueber den Arlberg geht es im Schuss. In Pettnau nahe Innsbruck tanke ich nochmals nach. Dann biege ich ab auf die Brenner-Autobahn, auf der ich noch nie war. Die Maut ist mit 9 Euro gleich teuer wie für ein Auto. Ich tanke nochmals nach, um auf der italienischen Seite kein Benzin zu benötigen. Als die Abzweigung nach Bruneck einfach nicht kommen will, fahre ich raus, doch es ist eine taxpflichtige Lastwagenraststätte. So kehre ich um - ein fataler Entscheid, denn diese Ausfahrt führt in die verkehrte Richtung. Jetzt bin ich plötzlich wieder Richtung Innsbruck unterwegs und weit und breit keine Ausfahrt. Die einzige Ausfahrt, die kommt, ist gesperrt. Ich fahre trotzdem durch und die Arbeiter, die soeben abgesperrt haben, schauen ganz komisch. Offenbar findet ein Velorennen statt und ich habe mich hinter den Besenwagen geklemmt. In Brixen muss ich durchs ganze Dorf fahren, bis ich auf die Strasse nach Bruneck gelange. Dort hat es stehende Kolonnen. Gerade als ich die erste stehende Kolonne überholt habe, kommt die nächste. Vor jedem Dorf wiederholt sich die Sache. Nur langsam komme ich voran. Die Strasse ist schmal und überlastet. Meine Benzinuhr zeigt schon lange leer an. Nach Toblach komme ich zur Grenze und danach kommt Sillian mit vielen Tankstellen mit spottbilligem Benzin. Endlich kann ich auffüllen. In Lienz halte ich bei einem Imbiss und kaufe mir ein halbes Hähnchen. Kurz danach muss ich nochmals anhalten und mir eine grosse Flasche Wasser kaufen... Im schönen Dörfchen Oberdrauburg halte ich und erkunde es. Es geht zügig weiter, kurz vor Spittal an der Drau kann ich wieder auf die Autobahn. Diese bringt mich bis Villach, wo ich nochmals auftanke und mir das Stadtzentrum anschaue. Ueber Nebenstrassen, die ich mühsam mit dem Navi suchen muss, gelange ich über den extrem steilen Wurzenpass - ich muss streckenweise in den ersten Gang schalten - nach Slowenien, wo ich in Krajnska Gora lande. Von hier aus ist es eine problemlose, gerade Strecke nach Mojstrana in der Nähe von Bled, wo ich im Hostel Lukna übernachte. Das Hostel macht einen ausgezeichneten Eindruck. Die Besitzerin, Ursa, kommt sogleich und ist sehr nett und sympathisch. Aus Resten, die andere Bewohner zurückgelassen habe, bastle ich mir ein Nachtessen, denn die Alternative ist Pizza, was ich zwar mag, aber zu viele Kohlenhydrate hat.