31.08.2017 Sarajevo-Split

  • Posted on: !datumzeit
  • By: lenel

Als ich aufstehe, schlafen die meisten Gäste des Hostels noch. Ich belade meinen Scooter, fette die Kette nach und fahre los. Die Strasse nach Mostar verläuft gerade vor meinem Hostel. So kann ich einfach alles den Schildern nach Mostar folgen. Es ist kalt, um die 14 Grad und im Schatten wohl noch kälter. In Jablanica halte ich kurz oberhalb des Städtchens, um einen Blick darauf zu werfen. Tief unten verläuft der Fluss, der breit und fast ohne Strömung ist. Der Neretva entlang fahre ich Richtung Mostar. Zeitweise wird sie breit und wie ein See. Kurz vor Mostar tanke ich auf. Schliesslich gelange ich nach Mostar, wo ich den Scooter abstelle. Die Strasse, an der ich beim letzten Mal noch ein Hostel hatte, ist nun für den Verkehr gesperrt und voller Souvenirläden. Ich laufe zur Brücke, darüber und über den Pfad, den ich problemlos wiederfinde, nach unten. Ein Springer sammelt Geld, doch wie immer, er springt schlussendlich doch nicht. Beim Zurücklaufen ist mir die Touristenstrasse zu überlaufen, so dass ich oben auf der Verkehrsachse laufe. Als ich beim Restaurant „Crveni Han“ vorbeikomme – es ist völlig leer – leiste ich mir von den letzten Konvertibel Mark ein Mittagessen, bestehend aus Bosnischen Dolma. Ich fahre weiter, Richtung Split. An einer Stelle verliere ich den Weg (mein Navi meint das zumindest), gelange aber trotzdem an die Grenze. Meine letzten Konvertibel Mark gebe ich an einer Tankstelle aus, für Benzin und ein Fläschchen Wasser, das ich für 70 Cent statt 1 Mark kriege, damit mein Geld reicht. Diesmal sind die Grenzformalitäten ganz rasch erledigt. Nur rasch die ID vorweisen. Auf der kroatischen Seite komme ich auf die Hauptstrasse Richtung Split. Direkt an der Hauptstrasse sehe ich auf einmal ein paar gut erhaltene Stecaks (Grabsteine). Es ist die archäologische Fundstelle Lovrec, Mramori/Kamenjak. Ein paar Kilometer weiter hat es noch mehr Stecaks, bei Crljivica. Danach komme ich auf die Autobahn, nur für ein paar Kilometer, doch es verkürzt den Weg um zehn Kilometer. In Split komme ich im SimpleHozzztel unter. Ich staune ganz schön, als sich dieses Hostel im Keller eines Bürohochhauses befindet. Doch es wirkt sauber und modern. Nach dem Einchecken laufe ich zum Palast des Diokletian, in dem sich das historische Stadtzentrum befindet. Ich laufe durch den Bazaar in den Katakomben und gelange zur Kathedrale St. Dominus (Sv. Dujma), die ich besuche. Erst wird das Diözesanmuseum gezeigt, dann die Kathedrale, die eigentlich einmal das Mausoleum des Diokletian war. Dementsprechend klein sind die Innenräume, trotz dem Anbau für den Chor. Danach besteige ich den Zvonik Glockenturm, von dem man eine gute Rundsicht über das sonnenbeschienene Split hat und die Ueberreste des Palastes gut erkennen kann. Mein nächster Besuch gilt der Krypta, mit einer Art mit Meerwasser gefülltem Brunnen, danach noch das Baptisterium Johannes der Täufer (ehemaliger Jupitertempel). Ich laufe noch durch diejenigen Gassen, die ich noch nicht durchlaufen habe und kehre dann ins Hostel zurück, wo ich mir zum Abendessen Fischstäbchen mit Spinat mache. Zum Dessert gibt es Melone.