03.09.2017 Spittal an der Drau-Thal/SG

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  • By: lenel

Die Nacht hatte es einmal mehr geregnet und gewittert. Ich musste das Fenster wegen der Kälte schliessen. Am Morgen sind die Berge rundherum weiss verschneit. Die vorgesehene Route über Matrei und die Felbertauernstrasse kann ich vergessen. Das Frühstücksbuffet überrascht: Eine riesige Auswahl von allerbesten Zutaten, nicht die üblichen Aldi-Käsescheiben. Ich tue mich wohl daran, um genug Energie für die bevorstehende unerfreuliche Fahrt durch den Regen zu haben. Kurz nach acht Uhr fahre ich, winterlich warm eingepackt und im vollen Regenzeug, ab. Ich nehme die Autobahn A10 Richtung Innsbruck. Es regnet in Strömen und ist bitterkalt, wohl in den einstelligen Graden. In St. Michael muss ich 11.50 EUR Maut bezahlen, gleich viel wie ein Auto. Das finde ich nicht richtig. Wegen dem Regen und der Kälte steigt der Benzinverbrauch enorm an, so dass ich bereits in Flachau nachtanken muss. In Bischofshofen fahre ich von der Autobahn ab und tanke nochmals nach, wenngleich es nur ist, um etwas aus dem Regen zu kommen. Ich fahre Richtung Saalfelden am steinernen Meer. Die Strasse ist steil und gewunden und es regnet aufs Heftigste. So komme ich nur langsam vorwärts, ich kann es schliesslich nicht riskieren, auszurutschen und Unfall zu machen. Meine Handschuhe sind längst völlig durchnässt, so das man sie fast nicht aus- und anziehen kann. Die Berghänge sind fast bis zur Strasse weiss verschneit. Nach 40km Fahrt komme ich in Saalfelden an. Noch einmal halte ich an einer Tankstelle, schnappe etwas wasserfreie Luft und fahre dann Richtung St. Johann im Tirol weiter. Die Strasse ist nun viel gerader, ich komme rascher vorwärts. In St. Johann muss ich wieder anhalten und tanken. Gegenüber sehe ich einen Hofer, der, obwohl es Sonntag ist, offen hat. So kaufe ich mir nach dem Tanken etwas zum Mittagessen. Von hier aus gelange ich auf die Inntalautobahn. Nun geht es zügig Richtung Innsbruck. Kurz vor Innsbruck hört der Regen auf. Ich tanke nochmals auf, diesmal, weil ich tatsächlich auf Reserve bin. Mir fällt auf, dass in Oesterreich auf den Autobahnen das Benzin stets rund 25 ct. Pro Liter mehr kostet. Bei meinem Verbrauch ist das allerdings egal. Nach wie vor hängen Nebelschwaden in den Tälern, doch hie und da lockert sich die Wolkendecke. Kurz vor Landeck halte ich an und geniesse ein paar Sonnenstrahlen. Ich fahre Richtung Arlbergpass, denn der Tunnel bleibt geschlossen. In St. Anton muss ich nochmals nachtanken. Oben auf der Passhöhe halte ich kurz an, dann fahre ich weiter. Zügig geht es auf unten auf der Autobahn weiter nach Hohenems, wo ich von der Autobahn abfahre und über die Landstrasse Lustenau erreiche. Noch einmal muss ich den Tank auffüllen, dann fahre ich in Höchst über die Grenze und erreiche Thal, das unterdessen blauen Himmel und Sonnenschein hat. Doch es muss furchtbar geregnet haben. Mein ganzer Rasen ist völlig mit Wasser vollgesogen und überall hat es riesige Wasserlachen. Auf der ganzen heutigen Fahrt habe ich nur ein einziges Foto gemacht; ansonsten hat es so stark geregnet, dass die Kamera sofort kaputtgegangen wäre.