Ajaccio-Porto-Manso

  • Posted on: 12 June 2017
  • By: lenel

11.06.2017 Ajaccio-Porto-Manso
Auch heute sind überall in der Innenstadt Marktstände. Ich finde den Weg aus Ajaccio hinaus gut. So gelange ich auf die Strasse nach Tuccia und danach weiter nach Sagone. Eine Passstrasse führt mich auf den Bocca di Sevi (1101 müM), wo mich ein Rudel Schweine begrüsst, das auf der Strasse die Kuhfladen wegknabbert. Die Benzinanzeige ist schon bedenklich tief, als ich Richtung Evisa abbiege. Ich muss noch einmal über einen Pass, doch in Evisa gibt es keine Tankstelle. So fahre ich möglichst sparsam den Berg hinunter. Gegenüber Ota halte ich und geniesse die Aussicht auf das Dörfchen. An einer Stelle halte ich und finde einen Landrover-Motor mit Vorderachse am Berghang. Wie der wohl dort hingekommen ist? Schliesslich gelange ich nach Porto, wo leider die einzige Tankstelle nicht bedient ist und meine Kreditkarte nicht akzeptiert. Ich gehe erst im Spar einkaufen, wo mir beschieden wird, es gäbe eine Tankstelle „zirka 10 Minuten von Porto“. Das tönt nicht sehr ermutigend. Ein Deutscher, dessen Navi die Tankstellen anzeigen kann, hilft mir, die nächste Tankstelle zu finden. Sie ist in Serriera. So fahre ich hin und kann endlich auffüllen. Ich fahre zurück nach Porto und Richtung Les Calenches. Beim Chateau Fort halte ich an. Erst esse ich mein Sandwich mit Käse und lasse mich von den Franzosen beraten, wo ich die Calenches am besten sehen kann. Dann wandere ich Richtung Chateau Fort. Die nicht ganz einfache Wanderung – Teile des Wegs sind steil und rutschiger Sand zugleich – führt mich in einer halben Stunde zum Aussichtspunkt. Ich wandere zurück und treffe einen Schweizer, dem ich nun meinerseits alle notwendigen Auskünfte erteilen kann. Nun fahre ich noch etwas weiter und geniesse die Aussicht auf die Calenches, das sind rote Felsen mit starken Verwitterungsspuren, so dass bizarre Formationen entstanden sind. Schliesslich fahre ich wieder Richtung meines Zieles, Manso. Ich überquere den Col de la Croix (260 müM), wo ich zum rund 700m entfernten Panorama Point wandere. Der nächste Pass ist der Col de Palmarella (405 müM). Danach komme ich nach Fangu, wo ich Richtung Manso abbiege. Zuhinterst im Tal, beim Dorfausgang, finde ich meine Unterkunft, die Gite a Funtana. Nach einigem Hin und Her kann ich erreichen, dass mir am Morgen kein weisses Brot mit Confitüre als Frühstück serviert wird. Mein Zimmer ist ein Viererschlag, doch heute gibt es keine anderen Gäste. Abschliessen kann man es nicht. Wifi gibt es auch nicht. Ich stelle meine Sachen ab und fahre sofort wieder los, zum Ponte Vecchio weit unten im Tal. Dort stelle ich den Scooter ab und wandere Richtung Tuarelli. Eine kleine, seitwärts kriechende Schlange kreuzt meinen Weg. Auf halbem Wege hat es eine Brücke, die überquere ich und laufe auf der Strasse wieder zurück zum Scooter. Alles in allem waren es etwa sechs Kilometer. Ich fahre zurück in die Gite, wo ich mein Tagebuch schreiben muss.